Komponist, Gitarrist composer, guitarist

in Planung: upcoming:

Fluchtpunkte Hörspiel
GHOST TAPE XI Musiktheater 
Die Erfindung der Liebe Filmmusik

weitere Termine siehe NEWS see NEWS for more

SELECTED WORKS:

Das Rashomon Syndrom (2011)

für elektroakustisches Ensemble (ca 30min)

Rashomon ist ein Filmklassiker von Akira Kurosawa aus dem Jahr 1950. In einem von Endzeitstimmung geprägten Japan berichten vier vor Gericht zitierte Zeugen vom Mord an einem Samurai und der Misshandlung seiner Frau. Dabei widersprechen sich die Aussagen, denn jeder verdreht die Ereignisse zu seinem eigenem Vorteil. Die Arbeit greift diese formale Idee auf – das gleiche Material wird dreimal in Folge gespielt, wobei die Musiker Gestaltungsspielraum innerhalb gesetzter Regeln haben und so die "Erzählung" mehrfach neu zusammensetzen.

Anbei der erste Satz, aufgenommen im Stadtgarten Köln, 10.09.2011.

es spielen: Marion Wörle: electronics, Holger Werner: clt, Philip Zoubek: pno, Jens Ruland: perc, Axel Lindner: violin, Elisabeth Fügemann: cello

TRIPTYCHON (2011)

für das Multiple Joy[ce] Orchestra (ca 15 min)

Triptychon ist eine dreiteilige algorithmische Komposition, bei der die Form, Harmonik, Rhythmik, Dynamik und Instrumentierung durch das elementare dreiteilige Pattern 1-3-2 bestimmt wird. Die Proportionen der grösseren formalen Einheiten verhalten sich dabei im gleichen Verhältnis zueinander wie die jeweils kleineren – von den Sätzen bis hin zu den einzelnen Notenwerten.
Der harmonischen Struktur liegt dieselbe Proportionalität in der Vertikalen zugrunde. Die Dynamik und Instrumentierung wird nach gesonderten Regeln aus dem gleichen Pattern erzeugt.

Angelika Sheridan: flt, Annette Maye: clt, Holger Werner: clt, Frank Gratkowski: as, Leo Huhn: as, Matthias Schubert: ts, Matthias Mainz: tp, Udo Moll: tp, Carl-Ludwig Hübsch: tuba, Melvyn Poore: tuba, Philip Zoubek: piano, Scott Fields: git, Kathrin Pechlof: harp, Dirk Rothbrust: perc, Christian Thome: perc, Axel Lindner: violin, Elisabeth Fügemann: cello, Sebastian Gramss: bass

Die Umsetzung der Partitur erfolgt durch ein eigens dafür geschiebenes Programm in C sowie die open-source Software Lilypond, LilyPondTool und jEdit.
Anbei der dritte Satz, Liveaufführung des Multiple Joy[ce] Orchestra im LOFT Köln.

CROSSTOWN TRAFFIC (2010)

für elektroakustisches Ensemble (ca 25 min)

Crosstown Traffic, ist ein Klangcollage, die an einer sehr lauten Strassenkreuzung in Köln im Rahmen von sounding-d uraufgeführt wurde. Die Musik besteht aus in sehr kleine Teile geschnittenen Stücken von Jimi Hendrix und Imitationen der Strassengeräusche. Die Musiker können die Schnipsel nach belieben spielen, wobei jeder Phase der Verkehrsampel ein Teil des Materials zugeordnet ist. Die Elektronik verarbeitet zudem live sowohl die Audiosignale des Ensembles als auch die Geräusche der Strasse.


Marion Wörle: Elektronik, Angelika Sheridan: Flöte, Holger Werner: Klarinette, Leonhard Huhn: Alt, Jens Ruland: Vibraphon, Christian Nink: Schlagzeug, Radek Stawarz: Violine, Axel Lindner: Violine, Johannes Platz: Viola, Elisabeth Fügemann: Cello, Sebastian Gramss: Bass

offizieller sounding-D Film

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KOPPLUNGEN (2010)

für MIDI-gesteuerte Orgel (ca 20 min)

2010 entstand im Rahmen von ON - Neue Musik Köln die Komposition KOPPLUNGEN, bei der mit Signalen der Installtion f5x5x5 von LAb[au]/Brüssel die Orgel der Kunst-Station StPeter angesteuert wird. Dabei generieren verschiedene Übersetzungsmechanismen von KOPPLUNGEN unterschiedliche Grade an Synchronisation von Licht, Bewegung und Klang. KOPPLUNGEN wurde mit der open-source Programmiersprache puredata realisiert.
With the help from ON - Neue Musik Köln the composition KOPPLUNGEN was realized in 2010, which uses data from the installation f5x5x5 by LAb[au]/Brussels to control the organ at Kunst-Station StPeter. Different translation mechanisms generate diverse degrees of synchronisation between sound, light and movement. KOPPLUNGEN was made using the open source programming language puredata.

KOPPLUNGEN wurde zudem beim NEW TALENTS FESTIVAL aufgeführt, und ist als CD beim Verlag Sankt-Peter erschienen.
KOPPLUNGEN was also invited to the NEW TALENTS FESTIVAL, and is released on CD (Edition Sankt-Peter).

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reviews:
"Im Zusammenspiel von Computer, Rauminstallation und der Orgel von Sankt Peter in Köln, mit 104 Registern und zahlreichem Schlagwerk die zweitgrößte Orgel neben der im Dom, bespielt Sledzieckis Computerprogramm das Instrument wie ein konventioneller Musiker, jedoch in einer Komplexität, die weit über das hinaus geht, was ein einzelner Mensch an der Orgel technisch leisten könnte. [...] Doch Sledziecki geht es weder um Virtuosität noch Überwältigung des Publikums."
Martin Büsser, STADTREVUE 08-2010  ganzes feature lesen 

"[...] Picture a drunken Bach whose delirium tremens includes bad-tempered clavichords and spinning wheels with bionic hamsters desperately puffing and huffing to keep a bizarre logic going. [...]"
Massimo Ricci, www.touchingextremes.org

"[...] It’s making me imagine a malfunctioning robotic Hermann Nitsch dressed as the Phantom of the Opera prodding away in an empty bombed-out city. Which is obviously a WELL good thing to be imagining."
Norman Records online review

"[...] Sledziecki spielt sich entlang der schmalen Grate zwischen konkreten Orgelklängen und elektronischen Flächen, spannt immer wieder soundtrackartige Stimmungen auf, ein beinahe kontemplatives Mäandern perlt aus »Kopplungen«. Sledziecki setzt da an, wo sich Stockhausen und Jahrmarkt-Drehorgeln gegenseitig etwas betreten angrinsen."
Heinrich Deisl, skug 84, 2011

Max Nyffeler, Neue Musikzeitung 11/2010

Didier Becu, Dark Entries online review (in Dutch only ) 

Twelve Routines for Three Players (2010)

für drei Spieler (variable Länge)

Routine bezeichnet eine gewohnte Handlungsabfolge, einen kurzes Computerprogramm aber auch einen Zaubertrick. Twelve Routines for Three Players regelt die Reihenfolge von Ereignissen, die von drei Spielern auszuführen sind. Dabei werden alle mathematisch möglichen Folgen durchlaufen. Es steht den Spielern frei, zu bestimmen von welcher Art die Ereignisse sind. So könnte er zum Beispiel nur einen über das ganze Stück gehalten Ton spielen, und als “Ereignis” einen Akzent definieren.

Hier eine Interpretation für Klarinette, Gitarre und Kontrabass mit dem Trio FACET.

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The Interpreter (2009)

für Klarinette, Trompete, Posaune, Piano, Schlagzeug, 2 Violinen, Viola, Cello, Bass (ca 7 min)

"The Interpreter" ist eine formalisierte Improvisationsanweisung bei der die Instrumentation, die Zeitverhältnisse sowie die Entwicklung des Stückes festgelegt ist, das musikalische Material jedoch frei ist. Die Spieler bekommen lediglich die drei Anweisungen “Imitation”, “Kontrast” und ”Entwicklung”. Zudem werden sie aufgefordert Passagen zu memorieren und später im Stück wieder zu geben. So wird ausgehend von einer Imitation der Raumgeräusche eine Form entwickelt.

Joris Rühl: Klarinette, Manuel Lorenz: Trompete, TiL Schneider: Posaune, Philip Zoubek: Piano, Christian Nink: Schlagzeug, Jelina Efkin: Violine, Axel Lindner: Violine, Alexander Kiss :Viola, Elisabeth Fügemann: Cello, Adrian Myhr: Bass

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Dreaming Ones, Trading Zeros (2009)

für Klarinette, Trompete, Posaune, Piano, Schlagzeug, 2 Violinen, Viola, Cello, Bass (ca. 5 min)

Dreaming Ones, Trading Zeros ist von arithmetischen Reihen bestimmt. Die Komposition besteht lediglich aus abrupt endenden Crescendos - wobei jedes aufeinanderfolgende leiser endet und kürzer ist als das vorhergehende. Gleichzeitig beginnt jedes Crescendo in einem mittleren Register - das die tonale Achse des Stückes bildet - und wächst im Ambitus proportional zur Lautstärke. Dieses Wachstum ist rhythmisch als auch tonal ebenfalls durch arithmetische Reihen geregelt. Im Verlauf spielt sich das Stück also in einem immer geringeren Tonumfang ab, wird immer leiser und schneller - bis hin zur kompletten Stille.

Marion Wörle: Laptop, Joris Rühl: Klarinette, Manuel Lorenz: Trompete, TiL Schneider: Posaune, Philip Zoubek: Piano, Christian Nink: Schlagzeug, Jelina Efkin: Violine, Axel Lindner: Violine, Alexander Kiss :Viola, Elisabeth Fügemann: Cello, Adrian Myhr: Bass

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Kontakt: contact:
maciej(at)satelita(dot)de




Veröffentlichungen: Releases:
 
Musik CD: music CD:
PIRX: deleted scenes (satelita) 
FACET: conscious mental field recordings (satelita)
KOPPLUNGEN (Kunst-Station Sankt Peter)

Polish Radio Experimental Studio Revisited
with John Tilbury, Eddie Prevost, Phil Durrant, Mikołaj Pałosz
(BÓŁT)
PIRX: sie sind hier jetzt (satelita)
 
Hörspiel: radioplay:
Das Echo der Erinnerung (Der Hörverlag)
 
Film-DVD: film DVD:
Die Besucherin (EPIX MEDIA)
Losers and Winners (ARTHAUS)
Die Leiden des Herrn Karpf (KOMET FILM)
Allein (ZORRO FILM)

for full film catalogue see www.imdb.com

BIO

Maciej Sledziecki studierte Gitarre in Holland bei Anton Goudsmit und Komposition bei Siegfried Koepf in Köln. Er setzt sich mit traditioneller und zeitgenössischer Musik auseinander, entwickelt computergestützte Kompositionsverfahren und erforscht erweiterte Spieltechniken der Gitarre.
Seine Arbeiten umfassen Musik zu Kinofilmen, Hörspiel und experimentelle Musik. 
Als Gitarrist spielt er im elektroakustisches Duo PIRX, und im Improv Trio facet.

Kompositionen für WDR, ARTE, ON-Neue Musik Köln, Kölner Gesellschaft für Neue Musik.
Residencies  am STEIM/Amsterdam (2008 und 2010), 2011 Hörspielstipendium der Film- und Medienstiftung NRW. 

Ferner ist er Mitbegründer und Vorstandsmitglied des Zentrum für Aktuelle Musik - ZAM e.V.

Er lebt in Köln und Berlin.


Maciej Sledziecki studied guitar in The Netherlands and composition at Siegfried Koepf in Cologne/ Germany. He deals with traditional and contemporary music, develops computer-based composition-methods and invents extended techniques on the guitar. His works contain various compositions for cinema, radioplay, experimental music. He 
 plays guitar in the electro-acoustic duo PIRX , and the improv trio facet.

He wrote music for WDR, ARTE, ON-Neue Musik Köln, Kölner Gesellschaft für Neue Musik and more. Residencies at STEIM/Amsterdam 2008 and 2010, scholarship for the radioplay Fluchtpunkte 2012 and
 is co-founder of the Platform for Adventurous Music - ZAM e.V. 

He lives in Cologne and Berlin.